Wissenschaft & Forschung Nanz medico & ZAR

Als größter Anbieter ambulanter Reha sehen wir eine besondere Verantwortung für die Weiterentwicklung der medizinischen Rehabilitation in Deutschland. Dafür bauen wir eigene Forschungsstrukturen auf und arbeiten mit anderen Forschungsnetzwerken zusammen.

Somit haben wir die Möglichkeit neue Modelle in der Reha mitzugestalten und Innovationen zu entwickeln. Dabei haben wir das Wohl unserer Patient*innen immer im Fokus.

Deren Genesung ist unser gemeinsames Ziel!

Wir sind DER Partner für Studien der Versorgungsforschung in der Rehabilitationsmedizin

  • Größter Anbieter ambulanter Rehabilitation in Deutschland.
  • Durch deutschlandweite Verteilung der Zentren keine regionalen Störeinflüsse & Besonderheiten.
  • Zentral einheitliche Standards gemäß BAR-Empfehlungen und federführender DRV-Belegung.
  • Integration einer großen Anzahl teilnehmender Zentren mit nur einem verantwortlichen Konsortialpartner. Somit Erleichterung der Koordination multizentrischer Studien von extern.
  • Interne, zentrale Koordination von Forschung & Wissenschaft durch Prof. Dr. med. Krischak.
  • Hohes wissenschaftliches Know-how in der Durchführung klinischer Studien sowie von Studien der Versorgungsforschung.

Warum Forschung die Versorgung unserer Rehabilitanden verbessert

Interview mit Prof. Dr. Gert Krischak

Prof. Dr. med. Gert Krischak ist renommierter Wissenschaftler in der Rehabilitationsforschung in Deutschland und hat zahlreiche Projekte zur Weiterentwicklung der Rehabilitation in Deutschland ausgeführt.

Der Chefarzt der Abteilung Orthopädie des ZAR Friedrichshafen weiß um die große Bedeutung der Forschung und deren Nutzen für seine Rehabilitanden. 

Ihre Studie um die Wirksamkeit der Rehabilitation hat große Beachtung erlangt. Warum ist Rehabilitation erfolgreich?

Die Rehabilitation bietet in Deutschland eine einzigartige Möglichkeit, um bei chronischen Erkrankungen und langfristigen gesundheitlichen Problemen zu helfen, z. B. bei chronischen Rückenschmerzen oder Gelenkschmerzen. Die Arbeit der Reha-Teams aus Therapeuten, Ärzten, Psychologen u. v. m. zahlt sich aus: Wer bei Rückenschmerzen eine Rehamaßnahme absolviert hat, bleibt über Jahre hinweg gesünder und muss seltener ins Krankenhaus. Das heißt nichts anderes, als dass die Rehabilitation eine echte Möglichkeit und präventive Maßnahme ist, um gesünder zu leben.

 

Die ambulante Rehabilitation gewinnt immer mehr an Zuspruch. Kann die Forschung diesen positiven Trend der Nachfrage unterstützen?

Wir haben schon vor vielen Jahren gesehen, dass die ambulante Rehabilitation mindestens gleich gute Ergebnisse liefert, wie die bisher klassische, stationäre Rehabilitation in einer Reha-Klinik. Das haben zahlreiche Arbeiten gezeigt, auch meine eigenen Untersuchungen unterstützen das. Wer also eine ambulante Rehaeinrichtung in der Nähe hat, sollte sich unbedingt mit der Frage auseinandersetzen, ob er eine stationäre oder eine ambulante Rehabilitation wünscht. Für die meisten Patienten, für die zur Genesung Ihr eigenes Umfeld wichtig ist, ist die ambulante Rehabilitation die richtige Wahl.

 

Bei Forschung denken die meisten von uns an Wissenschaftler*innen im Labor. Wie findet Forschung in der Rehabilitation denn statt?

Die Mehrzahl der Studien werden durch wissenschaftlich interessierte Mitarbeiter*innen durchgeführt, die zusammen mit einer Studienzentrale oder einem Forschungsinstitut direkt am Patienten arbeiten. Somit können Sie ihre Rehabilitanden bei neuen Versorgungsformen direkt begleiten und erleben den Erfolg unmittelbar. Eine ganz wesentliche Zeit verbringen Wissenschaftler*innen natürlich bei den Auswertungen und der Zusammenstellung ihrer Ergebnisse, und ganz besonders im Austausch und der Kommunikation mit anderen Einrichtungen und Wissenschaftler*innen. Ohne eine gute Vernetzung geht heute gar nichts mehr.

 

An welchen Projekten arbeiten Sie in der ambulanten Rehabilitation bei Nanz Medico?

Als deutschlandweit größte Anbieter der ambulanten Rehabilitation mit 28 Zentren, haben wir die besten Möglichkeiten für Rehabilitationsforschung gerade im ambulanten Bereich. Wir erforschen hier z. B. die Wirksamkeit der Tele-Rehabilitation, sogar weit über die Zeit nach der Reha hinaus. Sehr intensiv arbeiten wir zusammen im Konsortium mit Universitäten, Instituten und anderen klinischen und wissenschaftlichen Einrichtungen zusammen mit großen Forschungsprojekten, z. B. des Innovationsfonds des G-BA. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf der Versorgungforschung und der Modellerprobung von neuen Techniken und Medien im Rahmen der digitalen Umgestaltung des Gesundheitswesens.

Warum bieten sich die ZAR-Zentren für Studien in der Versorgungsforschung an?

Nanz medico mit fast 30 deutschlandweit vertretenen Zentren bietet sich als Partner für Fragen zur ambulanten Rehabilitation im Bereich Versorgungsforschung und klinischer Forschung geradezu an! Zum einen ist es möglich, mit nur einem verantwortlichen Konsortialpartner eine große Anzahl von teilnehmenden Zentren (ZAR) in Studien zur integrieren. Gerade hier besteht der wesentliche Vorteil darin, dass wir die internen Vorgänge und Kommunikationen zu den Zentren übernehmen, und damit ist die sehr schwierige Koordination multizentrischer Studien von extern hier wesentlich erleichtert. Darüber hinaus ist durch die überregionale Verteilung der Zentren gewährleistet, dass regionale Störeinflüsse oder Besonderheiten minimiert werden. Zusammen mit dem großen Know-how in der Versorgungs- und klinischen Forschung in der Nanz medico sind wir damit der wichtigste und bedeutendste Partner für Studien in Wissenschaft und Forschung zur ambulanten Rehabilitation.

 

Welche Rolle spielen die Ärzte und Ärztinnen in der Forschung?

Die Ärzte sind in erster Linie zur Versorgung ihrer Patienten und Rehabilitanden da. In den Reihen der Nanz medico haben wir einige sehr engagierte und wissenschaftlich erfahrene Ärzte, die sich mit ihrer Expertise in unsere Studien mit einbringen. Auch junge Ärzte und Mitarbeiter aus den Gesundheitswissenschaften können sich wissenschaftlich engagieren und z. B. an ihrer Promotion arbeiten. Wir freuen uns, wenn wir wissenschaftlich interessierte Kolleginnen und Kollegen unterstützen können.

 

Wo sehen Sie zukünftige Forschungsthemen und -felder bei Ihnen?

Als eines der wichtigsten Themen sehe ich die Anbindung der ambulanten Rehabilitation an die Versorgung über die Sektoren der Akutversorgung und der ambulanten Behandlung bei Haus- und Fachärzten hinweg an. Hier wird in den nächsten Jahren das volle Potenzial der digitalen Unterstützung auch mit großem Betreiben der Bundesregierung, z. B. über die Anbindung der Telematik-Infrastruktur und der elektronischen Patientenakte (ePA), weiteren Schub bringen. Wir wollen bei diesen Themen Antriebsmotor und Taktgeber der Innovationen sein.