Heute wären wir ein Start-up

Mut, Gegenwind und die Lust, etwas zu verändern – das war unser Alltag.

1996. Ein Raum, der eher Baustelle als Rehazentrum war. Ein fünfzehnköpfiges Team. Zwei Patient*innen. Mehr Mut als Ressourcen – und die Vision, Rehabilitation neu zu denken.

Was andere skeptisch betrachteten, war für uns ein „Jetzt erst recht“-Moment. Die ambulante Reha war damals so unbekannt, dass manche Patient*innen mit Übernachtungstasche kamen. Andere legten Widerspruch ein, weil sie sich fragten, ob ambulant wirklich „richtig“ sein kann.

Die Antwort zeigte sich jeden Tag ein bisschen klarer: Ja. Es funktioniert. Weil Nähe wirkt. Weil Alltag zählt. Weil Mut ansteckend ist.

Wir haben Abläufe gebaut, wo es keine gab. Wir haben multiprofessionelle Teams gebildet, lange bevor „interdisziplinär“ ein Trend wurde. Und wir haben uns an keiner Stelle gefragt, ob etwas unser Aufgabenbereich ist. Wenn man Pionier ist, ist jeder Bereich der eigene.

15 Mitarbeitende, 2 Patient*innen – ein Betreuungsschlüssel wie im Traum. Aber vor allem: eine Energie, die bis heute trägt.

„Menschen mit einer neuen Idee gelten so lange als Spinner, bis sich die Sache durchgesetzt hat.“ – Mark Twain Und wir waren diese „Spinner“ mit Überzeugung.

Heute wissen wir: Dieses Start-up-Gefühl war nicht die Ausnahme, sondern das Fundament. Der Moment, in dem alles begann, was heute für so viele Menschen selbstverständlich geworden ist.

Heute wären wir ein Start-up. Damals waren wir einfach mutig. Und das sind wir geblieben.