Post Covid Diagnose: Wie wird das Syndrom festgestellt?

Die Post Covid Diagnose erfolgt in erster Linie anhand der anhaltenden Beschwerden nach einer überstandenen Covid-19-Infektion.

Ein einzelner Labortest, mit dem sich das Post-Covid-Syndrom eindeutig nachweisen lässt, existiert derzeit nicht. Deshalb basiert die Diagnose auf einer sogenannten Ausschlussdiagnostik. Ärzt*innen prüfen zunächst, ob andere körperliche oder psychische Ursachen für die Beschwerden infrage kommen. Dabei spielt eine ausführliche Erhebung der Krankheitsgeschichte eine wichtige Rolle – insbesondere die Frage, ob ähnliche Symptome bereits vor der Covid-19-Infektion bestanden haben.

Je nach Beschwerden können verschiedene Untersuchungen Bestandteil der Post Covid Diagnose sein:

  • internistische oder kardiologische Abklärung der Herz- und Lungenfunktion
  • neurologische Diagnostik, gegebenenfalls mit MRT-Bildgebung und Nervenwasserentnahme (Liquordiagnostik)
  • erweiterte Blutuntersuchungen inklusive Entzündungs- und Stoffwechselwerten
  • Tests von Geruchs- und Geschmackssinn

Mögliche Begleiterkrankungen

Bei ausgeprägten Symptomen müssen außerdem mögliche Begleiterkrankungen berücksichtigt werden. Dazu zählen:

  • ME/CFS (myalgische Enzephalomyelitis/chronisches Fatigue-Syndrom)
  • das posturale orthostatische Tachykardiesyndrom (POTS), eine Störung des autonomen Nervensystems mit Herzfrequenzanstieg beim Aufstehen.
Arzt hört mit Stethoskop die Lunge einer Patientin ab
Ultraschalluntersuchung des Brustkorbs bei einem Patienten