Handrehabilitation

Handrehabilitation Reha- & Therapiewissen:
Behandlung und Therapie nach Verletzungen der oberen Extremität

Erfahren Sie, wann eine Handrehabilitation sinnvoll ist, welche Verletzungen behandelt werden und wie eine gezielte Hand-Reha dabei hilft, Beweglichkeit, Kraft und Funktion der Hand wiederherzustellen.

Inhaltsverzeichnis

Was ist eine Handrehabilitation?

Die Hand als einzigartiges Schaffensorgan des Menschen ist in Beruf, Haushalt, Sport und Freizeit besonders exponiert und das wichtigste „Werkzeug“ des Menschen. Aufgrund ihrer komplexen Anatomie stellen Verletzungen der Hand und der oberen Extremität die häufigsten Unfallfolgen dar.

Aus diesem Grund gewinnt eine ganzheitliche Handrehabilitation zunehmend an Bedeutung. Sie befasst sich mit der Wiederherstellung der Funktion der Hand, die auf Grund von Verletzungen, Krankheiten oder Operationen beeinträchtigt wurde. Die Hand, mit ihrer komplexen Anatomie und ihren vielfältigen Funktionen, erfordert eine spezielle Aufmerksamkeit und Therapie, um ihre volle Funktion wiederzugewinnen. Es ist wichtig zu betonen, dass der Rehabilitationsprozess individuell auf den Rehabilitanden abgestimmt wird, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen.

Eine umfassende Hand-Reha kombiniert verschiedene therapeutische Maßnahmen, die sich gegenseitig ergänzen. Dazu gehören unter anderem:

  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • physikalische Therapie
  • Schmerzmanagement
  • Übungen zur Verbesserung von Beweglichkeit und Kraft
  • psychologische Unterstützung bei Bedarf

Durch das enge Zusammenspiel der unterschiedlichen Therapiebausteine können die Heilung unterstützt, Komplikationen reduziert und die Handfunktion bestmöglich wiederhergestellt werden.

Nach dem Jahresbericht der Deutschen Gesellschaft für Handchirurgie (DGH) wurden im Jahr 2019 knapp 2.000 Fälle im HandTraumaRegister dokumentiert. Das Durchschnittsalter der Patient*innen lag bei 44 Jahren. Rund 73 % der Betroffenen waren Männer. In den meisten Fällen handelte es sich um isolierte Verletzungen der Hand. Zu den häufigsten Unfallursachen zählten Schnittverletzungen, Stürze und Quetschungen. Bemerkenswert ist zudem, dass rund zwei Drittel der dokumentierten Handverletzungen im privaten Umfeld und nicht im Rahmen eines Arbeits- oder Wegeunfalls entstanden sind.

Wann ist eine Hand-Reha sinnvoll?

Nicht jede Verletzung der Hand oder der oberen Extremität macht eine spezialisierte Handrehabilitation erforderlich. Insbesondere nach komplexen Verletzungen, verzögerten Heilungsverläufen oder bei hohen funktionellen Anforderungen kann eine strukturierte Hand-Therapie jedoch entscheidend dazu beitragen, Beweglichkeit, Kraft und Feinmotorik wiederherzustellen und dauerhafte Einschränkungen zu vermeiden.

Eine Hand-Reha ist insbesondere in folgenden Situationen sinnvoll:

  • bei komplexen Verletzungen oder Erkrankungen der Hand und der oberen Extremität
  • bei verzögerter Wundheilung oder Komplikationen wie Wundinfektionen, erneuten Operationen oder Transplantatabstoßungen
  • nach einer erneuten Verletzung (Retraumatisierung)
  • bei einer Stagnation im Behandlungs- bzw. Rehabilitationsprozess
  • bei Berufen mit besonders hohen Anforderungen an die Handfunktion (z.B. im Handwerk, in der Chirurgie, als Musiker*in, Goldschmiedin oder Uhrmacher*in)
  • bei anhaltenden funktionellen Einschränkungen nach Verletzungen oder Erkrankungen der Hand

Die Auswirkungen von Handverletzungen können gravierend sein und sowohl die Arbeitsfähigkeit und Eigenständigkeit als auch die Teilhabe am sozialen Leben erheblich beeinträchtigen. Die Versorgung von Handverletzungen ist mit einem hohen Aufwand verbunden, für die betroffenen Patienten, die Behandler und die Nachsorgenden. Nur durch eine bestmögliche Primärbehandlung und eine umfassende Rehabilitation können bei schweren Handverletzungen gute funktionelle Ergebnisse erzielt und die sozioökonomischen Belastungen reduziert werden.

Typische Verletzungen der Hand

Eine Handrehabilitation kommt insbesondere nach komplexen Verletzungen der Hand und der oberen Extremität zum Einsatz. Je nach Art der Verletzung unterscheiden sich Diagnostik, Behandlung und Nachsorge. Ziel der Rehabilitation ist es, die Funktion der Hand bestmöglich wiederherzustellen und die Rückkehr in Alltag und Beruf zu unterstützen.

Frakturen/Knochenbrüche im Bereich des Ellenbogengelenkes

Schmerzen im Ellenbogen nach einer Verletzung

Das Ellenbogengelenk ist ein relativ komplexes Gelenk, an dem drei Knochen beteiligt sind: der Oberarmknochen, die Elle und die Speiche. Es kann nur einer der Knochen, aber auch mehrere gleichzeitig betroffen sein.

Häufige Zeichen einer Verletzung in diesem Bereich sind:

  • schmerzhafte Bewegungseinschränkungen
  • Fehlstellungen des Ellenbogens
  • Blutergüsse
  • Schwellungen

Zur Diagnostik werden Röntgenaufnahmen angefertigt, die häufig durch eine CT- oder MRT-Untersuchung ergänzt werden.

Bei unkomplizierten Knochenbrüchen ohne Fehlstellung oder Beteiligung von Gefäßen oder Nerven erfolgt häufig eine Ruhigstellung, sodass die Heilung ohne Operation möglich ist.

Ist die Verletzung komplizierter, liegt eine Fehlstellung vor oder bestehen Schädigungen von Gefäßen und Nerven, wird in der Regel operiert. Schrauben, Drähte oder Platten stabilisieren die Bruchstelle. Anschließend unterstützt die Physiotherapie die Wiederherstellung der Beweglichkeit des Gelenkes. Bei längeren Heilungsverläufen oder besonderen beruflichen Anforderungen, beispielsweise bei Musiker*innen, kann zusätzlich eine spezialisierte Handrehabilitation erforderlich sein.

Nervenschäden oder Verletzungen im Bereich des Armes

Anatomische Darstellung von Nerven bei der Handrehabilitation

Nerven im Bereich des Armes verlaufen häufig oberflächlich oder in unmittelbarer Nähe zu Knochen. Dadurch sind sie besonders anfällig für Druck, Dehnung oder direkte Gewalteinwirkung. Stürze, verschobene Frakturen oder offene Verletzungen wie Schnitt- und Rissquetschwunden können zu Nervenschäden führen.

Druck- und Dehnungsschäden ohne Zerreißung der Nervenfasern äußern sich häufig durch Kribbeln, Taubheitsgefühle oder ein „Einschlafen“ der betroffenen Körperregion. Bei einer vollständigen Durchtrennung kommt es dagegen zu einem kompletten Funktionsausfall des betroffenen Nervs.

Zur Diagnostik gehören neben der körperlichen Untersuchung häufig neurologische Untersuchungen wie:

  • Elektroneurografie (ENG)
  • Elektromyografie (EMG)
  • Röntgen
  • Ultraschall
  • MRT

Je nach Ursache kann eine operative Entlastung oder Rekonstruktion des Nervs erforderlich sein. Im Anschluss schließen sich meist intensive Physio- und Ergotherapie, Narbenbehandlung sowie physikalische Maßnahmen an. Gerade diese oft komplexen Behandlungsverläufe stellen eine typische Indikation für eine Handrehabilitation dar.

Komplizierte Knochenbrüche im Handgelenksbereich

Darstellung eines Knochenbruchs im Handgelenk

Komplizierte Brüche des Handgelenks oder der Handwurzelknochen – beispielsweise Kahnbein- oder Speichenbrüche – erfordern häufig eine operative Versorgung mit Platten, Schrauben oder Drähten. Aufgrund der filigranen Anatomie der Hand sollten diese Verletzungen möglichst in spezialisierten Zentren behandelt werden.

Zu den häufigsten Verletzungen zählen:

  • Handgelenk (Radiusfraktur): Der Bruch der Speiche direkt am Handgelenk ist der häufigste Bruch überhaupt. Bei komplizierten Verläufen splittert das Gelenk.
  • Handwurzelknochen (z.B. Kahnbeinbruch): Das Kahnbein bricht sehr häufig. Da es schlecht durchblutet wird, heilt es oft nur sehr langsam und Komplikationen drohen.
  • Begleitverletzungen: Häufig reißen bei einem Sturz auch Bänder (z.B. das SL-Band) oder es kommt zu Verrenkungen der kleinen Knochen.

Typische Beschwerden sind starke Schwellungen, Blutergüsse, bewegungsabhängige Schmerzen und häufig sichtbare Fehlstellungen. Neben dem Röntgen ist bei komplexen Brüchen häufig eine Computertomographie (CT) erforderlich, um die genaue Lage der Bruchstücke beurteilen zu können. Bei sehr stabilen, nicht verschobenen Brüchen erfolgt die Heilung mit Ruhigstellung im Gips oder einer speziellen Schiene. Verschobene oder instabile Brüche machen eine OP erforderlich, um die Knochen exakt einzurichten. Hierbei kommen häufig speziell angepasste Platten und/oder Schrauben zum Einsatz.

Nach einer operativen oder konservativen Ruhigstellung sind Physio- und Ergotherapie essenziell, um Kraft und Beweglichkeit wiederherzustellen. Bei komplizierten Heilungsverläufen oder besonderen beruflichen Anforderungen kann eine spezialisierte Handrehabilitation sinnvoll sein.

Sehnenverletzungen an Hand und Fingern

Anatomische Darstellung der Sehnen an Hand und Handgelenk

Sehnenverletzungen entstehen häufig durch Schnitte, Stiche oder Stürze. Dabei wird zwischen Verletzungen der Beuge- und der Strecksehnen unterschieden. Typische Anzeichen sind Schmerzen, Schwellungen und die Unfähigkeit, einen Finger aktiv zu beugen oder zu strecken.

Kleinere Verletzungen können häufig konservativ durch das Tragen einer Schiene behandelt werden. Vollständig durchtrennte Sehnen müssen dagegen in der Regel operativ versorgt werden. Da Sehnengewebe nur langsam heilt, dauert es meist etwa zehn bis zwölf Wochen, bis die Hand wieder vollständig belastbar ist.

Nach einer Operation oder längeren Ruhigstellung sind Ergotherapie und Physiotherapie essenziell, um die Beweglichkeit der Hand wiederherzustellen und Verklebungen der Sehnen zu vermeiden. Bei komplizierten Verläufen oder besonderen beruflichen Anforderungen an die Handfunktion kann eine spezialisierte Handrehabilitation den Heilungsverlauf gezielt unterstützen.

Für wen ist eine Handrehabilitation geeignet und welche Ziele verfolgt sie?

Eine Handrehabilitation richtet sich an Patient*innen mit komplexen Verletzungen oder Erkrankungen der Hand und der oberen Extremität. Ziel ist es, die Funktion der betroffenen Strukturen bestmöglich wiederherzustellen und die Rückkehr in Alltag und Beruf zu unterstützen. Die Zielgruppe für eine ganzheitliche Ambulante Handrehabilitation ergibt sich insbesondere aus den zuvor beschriebenen Indikationen.

Zu den typischen Indikationen gehören insbesondere:

  • komplexe Handverletzungen wie Amputationen, Teilamputationen sowie Gefäß-, Sehnen- und Nervenverletzungen
  • Verbrennungen der Hand
  • Komplikationen und Störungen im Heilungsverlauf, beispielsweise Infektionen, Transplantatabstoßungen oder Retraumatisierungen

Eine Handrehabilitation kommt insbesondere für Berufstätige mit hohen Anforderungen an die Handfunktion, beispielsweise im Handwerk oder in Berufen mit besonderen feinmotorischen Anforderungen wie Musiker*innen, in Betracht. Darüber hinaus ist sie für alle Patient*innen wichtig, bei denen die Handfunktion für den Alltag bestmöglich wiederhergestellt werden soll.

Handrehabilitation mit Therapieball zur Verbesserung der Handfunktion

Ziele der Handrehabilitation

Die ganzheitliche ambulante Handrehabilitation verfolgt das Ziel, das Operationsergebnis beziehungsweise den Behandlungserfolg langfristig zu sichern und die Handfunktion Schritt für Schritt wiederherzustellen. Dabei stehen sowohl die medizinische Versorgung als auch die individuellen Anforderungen der Patient*innen im Mittelpunkt.

Zu den wesentlichen Zielen gehören:

  • frühzeitige Anbahnung der speziellen Handrehabilitation zum Erhalt des ärztlichen Operations- oder Behandlungsergebnisses
  • Vermeidung von Therapiepausen
  • Reduktion von Krankheitstagen
  • individualisierte und intensive ganzheitliche Rehabilitation
  • stufenweiser Aufbau der Belastung – von der frühen Wundheilungsphase bis hin zum Work-Hardening-Prozess
  • enge Zusammenarbeit zwischen verordnenden Mediziner*innen, Kostenträgern, Rehabilitand*innen und therapeutischer Einrichtung
  • Qualitätssicherung durch speziell geschultes therapeutisches Personal sowie ärztliche Begleitung des Rehabilitationsprozesses vor Ort.

Ablauf und Therapieansätze der Handrehabilitation

Die ganzheitlich ambulante Handrehabilitation erfolgt abhängig von Art und Schwere der Verletzung beziehungsweise Erkrankung sowie entsprechend der Vorgaben des Operateurs des zuweisenden Arztes oder der zuweisenden Ärztin in verschiedenen Rehabilitationsstufen. Je nach Heilungsverlauf kann die Einteilung während der Rehabilitation angepasst werden.

Stufe 1: Entlastungsphase

Zu Beginn der Handrehabilitation stehen die Wundheilung, die Schmerzlinderung und die Wiederherstellung grundlegender Funktionen im Vordergrund.

Die Entlastungsphase umfasst unter anderem:

  • tägliche Therapie durch Handtherapeut*innen
  • regelmäßige Arztvisiten und Teambesprechungen
  • ausführliche Befundung und Therapieplanung
  • individuelle und rehabilitandenzentrierte Zielformulierung
  • zunehmende Reduktion passiver Maßnahmen.

Zum therapeutischen Angebot gehören beispielsweise:

  • Ergotherapie im Einzelsetting
  • Spiegeltherapie und Graded Motor Imagery
  • schmerztherapeutische Interventionen bei Bedarf
  • Mobilisation, vegetative Techniken und Narbenmanagement
  • Ödembehandlung sowie physikalische Therapie, beispielsweise Wärme-, Kälte-, Paraffin-, Ultraschall- oder Elektrotherapie
  • dosierte Medizinische Trainingstherapie angrenzender Körperstrukturen
  • Ergometer- und Laufbandtraining
  • Tapeanlagen und Erstversorgung mit Silikonauflagen
  • individuelle Schienenanfertigung bei Bedarf.

Stufe 2: Aufbauphase

Mit zunehmendem Heilungsverlauf steht der schrittweise Wiederaufbau von Beweglichkeit, Sensibilität und Belastbarkeit im Mittelpunkt.

Die Aufbauphase umfasst:

  • tägliche Therapie durch Handtherapeut*innen
  • regelmäßige Arztvisiten und Teambesprechungen
  • ausführliche Befundung und individuelle Therapieplanung
  • zunehmende Reduktion passiver Maßnahmen.

Zum Therapieangebot gehören:

  • Ergotherapie im Einzelsetting
  • Sensibilitätstraining
  • Tapeanlagen und Silikonauflagen
  • Kräftigung und Stabilisierung
  • zunehmende Mobilisation
  • Manuelle Therapie und Massagen
  • physikalische Therapie, beispielsweise Wärme-, Kälte-, Paraffin-, Ultraschall-, Elektrotherapie, Lymphdrainage oder Kohlensäurebad
  • individuelle Schienenanpassung bei Bedarf
  • Anbahnung arbeitsplatzspezifischer Aktivitäten
  • dosierte Medizinische Trainingstherapie angrenzender Körperstrukturen.

Stufe 3: Belastungsphase

In der letzten Phase der Handrehabilitation liegt der Schwerpunkt auf der Rückkehr in Alltag und Beruf. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf Aktivität und selbstständiges Training.

Die Belastungsphase umfasst:

  • tägliche Therapie durch Handtherapeut*innen
  • regelmäßige Arztvisiten und Teambesprechungen
  • individuelle Therapieplanung
  • zunehmende Reduktion passiver Maßnahmen
  • Orientierung an den Grundsätzen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation (MBOR) mit dem Ziel der Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit.

Zum Therapieangebot gehören:

  • zunächst Ergotherapie im Einzelsetting, anschließend zunehmend eigenständiges Training
  • arbeitsplatzbezogene Therapie mit schrittweiser Steigerung der Therapiezeit
  • Medizinische Trainingstherapie (MTT) sowie arbeitsplatzbezogenes medizinisches Training
  • begleitende physikalische Therapie zur Unterstützung der Regeneration bis zum Abschluss der Rehabilitation.

Therapie und interdisziplinäres Behandlungsteam

Die Handrehabilitation wird von einem interdisziplinären Team begleitet. Je nach individuellem Bedarf arbeiten verschiedene Berufsgruppen eng zusammen, um eine bestmögliche Versorgung sicherzustellen.

Zum Behandlungsteam gehören:

  • Ergotherapeut*innen mit Qualifikation als Handtherapeut*innen
  • Physiotherapeut*innen mit Qualifikation als Handtherapeut*innen
  • Fachärzt*innen für Orthopädie und Unfallchirurgie
  • Masseur*innen
  • Sporttherapeut*innen
  • Schmerztherapeut*innen (bei Bedarf)
  • Psycholog*innen (bei Bedarf)
  • Sozialarbeiter*innen
  • Ernährungsberater*innen (bei Bedarf)
  • Pflegekräfte

Der enge Austausch zwischen allen beteiligten Fachbereichen ermöglicht eine individuelle Therapieplanung und eine kontinuierliche Anpassung der Behandlung an den Heilungsverlauf.

Prognose und Nachsorge nach Verletzung der Hand

Die Prognose nach einer komplexen Verletzung der Hand oder der oberen Extremität ist stets vom individuellen Verletzungsmuster und dem Heilungsverlauf abhängig. Eine frühzeitig begonnene und konsequent durchgeführte Handrehabilitation kann dazu beitragen, die Handfunktion bestmöglich wiederherzustellen und langfristige Einschränkungen zu reduzieren.

Im Anschluss an die Rehabilitation können – abhängig vom individuellen Bedarf – weitere Maßnahmen erfolgen. Dazu gehören unter anderem:

  • berufliche Wiedereingliederung
  • ambulante Ergotherapie
  • Nachsorgeprogramme der Deutschen Rentenversicherung (DRV) oder der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV)
  • Anpassung oder Verordnung von Hilfsmitteln

Bei sehr ausgedehnten oder komplizierten Verletzungen können auch Maßnahmen zur beruflichen Neu- oder Umorientierung erforderlich sein.

Unser Autor

Andreas Funk, Chefarzt Orthopädie, ZAR
Andreas Funk
Chefarzt Orthopädie, ZAR Leipzig

ZAR Leipzig
Bauhofstraße 3, 04103 Leipzig

Andreas Funk ist Chefarzt für Orthopädie im ZAR Leipzig sowie Facharzt für Chirurgie, Orthopädie/Unfallchirurgie und Sozialmedizin.

Unsere Reha-Kliniken für Handrehabilitation

In den ZAR bieten wir ambulante Handrehabilitation für Patient*innen nach Verletzungen der oberen Extremität an. Ziel der Rehabilitation ist es, die Funktion von Hand, Handgelenk und Arm bestmöglich wiederherzustellen und die Rückkehr in Alltag und Beruf zu unterstützen. Durch die enge Zusammenarbeit aller beteiligten Berufsgruppen wird die Behandlung kontinuierlich an den individuellen Heilungsverlauf angepasst.

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