Osteoporose vorbeugen

Die Vorbeugung (Prophylaxe) von Osteoporose zielt darauf ab, die beeinflussbaren Risikofaktoren zu minimieren und den Knochenabbau zu verlangsamen. Es gibt mehrere Maßnahmen, die helfen können, das Risiko für Knochenbrüche zu verringern:

  • Behandlung von Grunderkrankungen: Es ist wichtig, bestehende Erkrankungen, die Osteoporose begünstigen können, optimal zu behandeln. Dadurch lässt sich das Risiko für Knochenbrüche deutlich reduzieren.

  • Überprüfung von Medikamenten: Medikamente, die das Risiko für Frakturen erhöhen, sollten regelmäßig überprüft werden. Der Nutzen dieser Medikamente muss gegen die Risiken abgewogen werden. Wenn nötig, kann der Arzt oder die Ärztin Alternativen empfehlen.

Ältere Frau mit grauen Haaren hält ein Glas Milch und lächelt. Eine kalziumreiche Ernährung, z. B. durch Milchprodukte, hilft zur Vorbeugung von Osteoporose und stärkt die Knochengesundheit.

Körperliche Aktivität und Sturzprävention

  • Regelmäßige Bewegung ist entscheidend, um die Muskeln zu stärken und die Knochendichte zu fördern. Neben der Verbesserung der Herz-Lungen-Leistungsfähigkeit sind besonders Krafttraining und Übungen zur Verbesserung der Koordination und Balance hilfreich, um das Sturzrisiko zu minimieren.
  • Sturzprophylaxe ist besonders wichtig für ältere Menschen. Dazu gehören Übungen zur Stärkung der Muskeln, Anpassungen im häuslichen Umfeld (z.B. Vermeidung von Stolperfallen) und in einigen Fällen die Verordnung von Hüftprotektoren, die die Hüfte bei Stürzen schützen.
  • Regelmäßige Sturzanalyse: Eine jährliche Analyse des Sturzrisikos wird empfohlen, insbesondere bei älteren Menschen. Wenn ein erhöhtes Risiko besteht, sollten die Ursachen ermittelt und nach Möglichkeit beseitigt werden.

Gesunder Lebensstil

  • Verzicht auf Nikotin: Rauchen schwächt die Knochengesundheit und sollte vermieden werden.
  • Mäßiger Alkoholkonsum: Übermäßiger Alkoholkonsum kann die Aufnahme von Kalzium beeinträchtigen und das Risiko für Knochenbrüche erhöhen.

Optimierung der Ernährung

  • Ein gesundes Körpergewicht mit einem Body-Mass-Index (BMI) über 20 kg/m² sollte angestrebt werden.
  • Eine kalziumreiche Ernährung ist wichtig, um die Knochengesundheit zu fördern. Empfohlen wird eine tägliche Aufnahme von mindestens 1000 mg Kalzium. Kalzium-Supplemente sollten nur eingenommen werden, wenn die Kalziumzufuhr über die Nahrung zu gering ist.
  • Zudem ist eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr (800-1000 IE täglich) notwendig, da Vitamin D den Körper bei der Aufnahme von Kalzium unterstützt. Besonders wichtig ist dies bei Menschen, die wenig Sonnenlicht bekommen, da Vitamin D hauptsächlich durch Sonnenbestrahlung in der Haut gebildet wird. Eine Vitamin-D-Einnahme ist jedoch nicht für alle geeignet, beispielsweise bei einer Überfunktion der Nebenschilddrüse, Nierensteinen oder bestimmten Erkrankungen. Dies sollte vorher mit dem Arzt oder der Ärztin besprochen werden.

Durch eine Kombination aus der Behandlung von Grunderkrankungen, regelmäßiger Bewegung, einer angepassten Ernährung und einem gesunden Lebensstil können die Risiken für osteoporotische Frakturen erheblich gesenkt werden.