Die Rehabilitation nach einer Schulterprothese beginnt unmittelbar nach dem Eingriff. Sie ist der wichtigste Baustein für das funktionelle Ergebnis und trägt maßgeblich dazu bei, Schmerzen zu reduzieren, Beweglichkeit zurückzugewinnen und langfristig eine stabile Schulterfunktion aufzubauen.
Die Reha verläuft in mehreren Phasen, die sich individuell am Heilungsverlauf und am Prothesentyp orientieren:
In den ersten Tagen steht der Schutz des operierten Gelenks im Vordergrund. Die Schulter wird vorübergehend in einer Schlinge ruhiggestellt. Bereits früh beginnen jedoch passive Bewegungen durch Physiotherapeut*innen. Diese verhindern ein Einsteifen, verbessern die Durchblutung und fördern die Heilung.
Sobald es die Stabilität erlaubt, erfolgt der Übergang zu assistiven Übungen: Patient*innen bewegen ihren Arm mit Unterstützung des Therapeuten oder mithilfe von Hilfsmitteln. Schritt für Schritt kommen aktive Bewegungen hinzu, immer im schmerzfreien Bereich.
In dieser Phase, die besonders gut im Rahmen einer ambulanten Rehabilitation durchgeführt werden kann, konzentriert sich die Therapie auf:
Parallel dazu werden ergänzende Maßnahmen eingesetzt: Lymphdrainage bei Schwellungen, Wärme- und Kälteanwendungen, medizinisches Gerätetraining und ergotherapeutische Übungen.
Ziel ist immer, eine stabile, belastbare und möglichst schmerzfreie Schulterfunktion herzustellen.
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