"Heilung" der Arthrose durch Endoprothesenversorgung

Wenn ein Gelenk durch Arthrose so stark beschädigt ist, dass es nicht mehr erhalten werden kann, bietet der Ersatz durch eine Gelenkprothese eine Möglichkeit zur “Heilung”. Verschiedene Prothesenmodelle stehen für eine Reihe von Gelenken zur Verfügung, wobei Hüft-, Knie- und Schultergelenksprothesen am häufigsten sind. In Deutschland werden jährlich etwa 200.000 Hüft- und Kniegelenksprothesen sowie rund 10.000 Schultergelenkprothesen implantiert. Auch für Sprunggelenke, Ellenbogen, Handgelenke, Fingergelenke, Großzehengrundgelenke und Bandscheiben sind Endoprothesen möglich.

Je nach Ausmaß der Arthrose kann entweder das gesamte Gelenk durch eine Totalendoprothese oder nur ein Teil durch eine Hemiprothese ersetzt werden. Gelenksendoprothesen stellen in den meisten Fällen die Funktionalität des Gelenks wieder her und ermöglichen Schmerzfreiheit.

Nach der Implantation folgt meist ein kurzer Krankenhausaufenthalt und anschließend eine 3- bis 4-wöchige Rehabilitationsphase. Während der Rehabilitation wird der Umgang mit dem Kunstgelenk erlernt, die Beweglichkeit verbessert und die Muskulatur gestärkt. Das Ziel ist die Wiedererlangung der Selbstständigkeit im Alltag. Eine ganztägige ambulante Rehabilitation ermöglicht es, das Gelernte im häuslichen Umfeld umzusetzen und Defizite zeitnah zu korrigieren.