Wann ist eine Hand-Reha sinnvoll?

Nicht jede Verletzung der Hand oder der oberen Extremität macht eine spezialisierte Handrehabilitation erforderlich. Insbesondere nach komplexen Verletzungen, verzögerten Heilungsverläufen oder bei hohen funktionellen Anforderungen kann eine strukturierte Hand-Therapie jedoch entscheidend dazu beitragen, Beweglichkeit, Kraft und Feinmotorik wiederherzustellen und dauerhafte Einschränkungen zu vermeiden.

Eine Hand-Reha ist insbesondere in folgenden Situationen sinnvoll:

  • bei komplexen Verletzungen oder Erkrankungen der Hand und der oberen Extremität
  • bei verzögerter Wundheilung oder Komplikationen wie Wundinfektionen, erneuten Operationen oder Transplantatabstoßungen
  • nach einer erneuten Verletzung (Retraumatisierung)
  • bei einer Stagnation im Behandlungs- bzw. Rehabilitationsprozess
  • bei Berufen mit besonders hohen Anforderungen an die Handfunktion (z.B. im Handwerk, in der Chirurgie, als Musiker*in, Goldschmiedin oder Uhrmacher*in)
  • bei anhaltenden funktionellen Einschränkungen nach Verletzungen oder Erkrankungen der Hand

Die Auswirkungen von Handverletzungen können gravierend sein und sowohl die Arbeitsfähigkeit und Eigenständigkeit als auch die Teilhabe am sozialen Leben erheblich beeinträchtigen. Die Versorgung von Handverletzungen ist mit einem hohen Aufwand verbunden, für die betroffenen Patienten, die Behandler und die Nachsorgenden. Nur durch eine bestmögliche Primärbehandlung und eine umfassende Rehabilitation können bei schweren Handverletzungen gute funktionelle Ergebnisse erzielt und die sozioökonomischen Belastungen reduziert werden.