Eine möglichst frühzeitige Diagnose von Morbus Bechterew ist wichtig, um bleibende Verformungen des Bewegungsapparates zu vermeiden. Der Zeitraum bis zur Diagnose beträgt nach Informationen der Deutschen Vereinigung Morbus Bechterew (DVMB) im Durchschnitt fünf bis sieben Jahre, in einigen Fällen jedoch bis zu 15 Jahre.
Die Diagnose des Morbus Bechterew ist anhand der im Röntgenbild ausgeprägten Knochenveränderungen – Versteifung beziehungsweise Ankylose – möglich. Ärzt*innen können jedoch bereits in einem früheren Stadium Hinweise auf die Erkrankung finden.
Zur Diagnostik gehören unter anderem:
Für die diagnostische Einordnung des Morbus Bechterews ist die axiale Spondyloarthritis von Bedeutung. Die axiale Spondyloarthritis kann in zwei Klassen aufgeteilt werden:
Die Diagnose der nicht-radiologischen axialen Spondyloarthritis ist schwieriger und basiert auf den Diagnosekriterien der ASAS (Assessment of SpondyloArthritis international Society).
Zu diesen Kriterien gehören chronisch-entzündliche Rückenschmerzen. Von chronisch-entzündlichen Rückenschmerzen spricht man, wenn mindestens vier der folgenden fünf Parameter vorhanden sind:
Weitere diagnostisch relevante Hinweise sind typische Symptome einer Spondyloarthritis wie Entzündungen an Gelenken, Sehnenansätzen, Fingern oder Zehen, das Auftreten einer axialen Spondyloarthritis in der Familie, HLA-B27, ein gutes Ansprechen auf nichtsteroidale antirheumatische Medikamente (NSAR), Anzeichen erhöhter Entzündungsaktivität sowie verwandte Erkrankungen wie Psoriasis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Uveitis.
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