Die Operation (Schulterprothesen-OP)

Beim Einsetzen einer Schulterprothese wird der geschädigte Gelenkbereich entfernt und durch ein künstliches Gelenk ersetzt. Dieses kann zementiert oder unzementiert eingebracht werden – abhängig von Knochenqualität und Implantattyp. Die OP schafft die strukturelle Grundlage, doch erst die anschließende Nachbehandlung entscheidet, wie gut die Patient*innen ihren Arm wieder bewegen können.

Ablauf und Vorgehen der OP

Die Operation erfolgt meist unter Vollnarkose. Über einen Hautschnitt an der Vorderseite der Schulter wird das Gelenk freigelegt. Anschließend werden die geschädigten Gelenkflächen entfernt und der Oberarmknochen für die Prothese vorbereitet. Bei einer Totalendoprothese wird zusätzlich die Gelenkpfanne ersetzt. Je nach Befund kommt eine anatomische oder inverse Schulterprothese zum Einsatz. Nachdem Sitz, Stabilität und Beweglichkeit geprüft wurden, wird die Wunde verschlossen und der Arm zunächst in einer Schlinge gelagert.

Schulterprothesen-OP: Dauer des Eingriffs

Das Einsetzen einer Schulterprothese dauert in der Regel etwa 60 bis 120 Minuten. Die genaue Operationsdauer hängt jedoch unter anderem vom Prothesentyp, dem Ausmaß der Gelenkschädigung und der Knochenqualität ab. Bei komplizierten Ausgangssituationen, Voroperationen oder einem Prothesenwechsel kann der Eingriff länger dauern. Hinzu kommen die Zeit für die Narkosevorbereitung und die anschließende Überwachung im Aufwachraum.